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Neu in unserem Team

Neu in unserem Team: Prophylaxe Mülheim Sabrina Funck
Dieses Abschlusszeugnis sehen Zahnärzte wirklich selten: Zur „Prophylaxemanagerin“ hat sich Sabrina Funck fortgebildet. „Ich weiß, dass ist eine bislang noch recht seltene Fortbildung, fast exotisch“, sagt sie. Die Essenerin zeigt allerdings gerne Einsatz. Für ihre Aufgaben in der Praxisklinik nimmt gerne den etwas weiteren Arbeitsweg auf sich: „Das Klima im Team ist toll. Außerdem habe ich eine achtjährige Tochter und kann hier meine Arbeitszeiten passend gestalten.“

Ausschlaggebend war, dass sie bereits drei Kolleginnen aus dem Team aus früheren Tätigkeiten kannte. Nun setzt sie sich begeistert für ihre Patienten ein. Ihr Ausgleich sind CrossFit-Training und THXBänder und im Winter das Skilaufen.

Für Kinder: Wer versteckt sich denn da?

Viren und Bakterien – es gibt sogar „gute“

Für alle Mitarbeiter in der Praxisklinik ist Vorbeugung etwas Selbstverständliches. Der Kinderzahnarzt und die Helferinnen in der Prophylaxe tragen Gesichtsmasken, waschen sich regelmäßig die Hände und reinigen die Oberflächen. Das lernen die Assistentinnen sogar in der Berufsschule!

Mit Krankheitserregern wie Viren haben wir Menschen schon seit jeher zu tun. Vor 300 Jahren wurde die erste Schutzimpfung gegen Pocken entwickelt. Mit Erfolg: Diese Krankheit ist seit 40 Jahren verschwunden!
Heute gibt es Impfungen gegen zahlreiche Viren. Deshalb erkranken kaum noch Kinder an den bekannten „Kinderkrankheiten“ wie zum Beispiel Masern.
Mit Erkältungsviren hattest Du bestimmt auch schon einmal zu tun. Wenn Du einen Schnupfen hattest, ist Dein Körper für einige Zeit vor dem Virus geschützt. Wahrscheinlich hat deshalb noch kein Forscher versucht, eine Impfung gegen Schnupfennasen zu entwickeln. Schade eigentlich …

Bei Bakterien gibt es „gute“ und „schlechte“. Damit gute Bakterien ihre Arbeit verrichten können, müssen wir schädliche Bakterien im Mund wegputzen. Sie können Karies oder Zahnfleischentzündungen auslösen. Das Gute ist: Gegen die schlechten Bakterien kannst Du selbst etwas tun! Deine Zahnbürste spürt die Bakterien in ihren Verstecken im Mund auf und putzt sie weg. Deine Prophylaxespezialistin zeigt Dir, ob Du ein Versteck ausgelassen hast. Gemeinsam sorgt Ihr so dafür, dass Deine Zähne gesund bleiben und Bakterien keine Chance haben!

Was QM und Sicherheit miteinander zu tun haben

Was QM und Sicherheit miteinander zu tun haben

Sicherheit hat in der Praxisklinik eine doppelte Bedeutung: Denn hier gilt es nicht nur Patienten und Team jederzeit und speziell in der aktuellen Situation zu schützen.

Denn jede Behandlung – insbesondere die Prophylaxe- und Parodontitis-Behandlungen – ist wichtig und sollte ohne Verzögerung erfolgen, da sie zur Mundgesundheit beiträgt. Und die ist gerade jetzt wichtiger Helfer für eine gute Immunabwehr. Aufschieben und Abwarten ist für Zahnärzte also keine Option!

Als Zahnmediziner waren die Zahnärzte der Praxisklinik vom ersten Tag in einer vergleichsweise idealen Position: „Hygiene ist ein Teilbereich unseres Studiums. Diese Abläufe trainieren wir im Team regelmäßig, damit sie perfekt beherrscht werden“, erläutert Dr. Helge Alfers.

Zum Qualitätsmanagement (QM) der Praxisklinik gehöre außerdem, regelmäßig alle Standards zu überprüfen. „Wir analysieren turnusmäßig, was wir noch besser machen können. Nun lag der Fokus natürlich auf der Frage, wie wir Team und Patienten besser schützen können“, beschreibt Dr. Michael Heller die Recherche bei den Fachgesellschaften und im eigenen Netzwerk.

Die Bilanz fiel bereits gut aus. Die Veränderungen, vor allem durch mehr Abstand zueinander, sind dennoch sofort sichtbar. „Die zugehörigen Abläufe haben wir verändert und trainiert. Gerade in belastenden Zeiten geben solche klaren Regeln Sicherheit und tun allen Beteiligten gut“, erklärt Drs. Raymond Metz.

Mund gesund: Immunsystem dankt (auch wegen COVID-19)

COVID-19 und das Immunsystem. Informationen vom Zahnarzt.

Für medizinische Laien ist es kaum vorstellbar: Zu unseren Körperzellen gehören noch einmal mindestens ebenso viele Bakterien. Zusammen bilden sie einen „Superorganismus“ – und nun ahnt der Laie, warum den Zahnärzten der Praxisklinik so viel an „guten“ Bakterien im Mund ihrer Patienten gelegen ist.

„Sie verteidigen unser Haupteinfallstor gegen Erreger aller Art“, erläutert Dr. Michael Heller. „Durch die COVID-19-Pandemie ist dieses Thema ‚in aller Munde‘ und auch wir werden häufig darauf angesprochen.“

Doch es gehe nicht allein um die aktuelle Situation. Mundgesundheit sei immer wichtig als Schutzschild gegen Erreger: „Gesundes Zahnfleisch wirkt wie eine Barriere. Deshalb ist die sorgfältige Zahnpflege und Zahnfleischpflege so wichtig. Erkrankt das Zahnfleisch, entstehen kleinste Wunden. Durch sie können Erreger jeder Art in den Körper eindringen. Dann muss unser Immunsystem Höchstarbeit leisten.“

Aus diesem Grund profitierten besonders Patienten mit geschwächtem Immunsystem von einer gezielten Behandlung. Dr. Helge Alfers ergänzt: „Bei vielen Patienten genügt die regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Schwer erreichbare Beläge werden dabei sanft entfernt. Danach sind die Zähne wieder spürbar glatt, so dass Bakterien schlechter anhaften können.“ Seien die Probleme schon größer, gebe es weitere sanfte Behandlungsmöglichkeiten: „Mit unserer fotodynamischen Therapie behandeln wir Zahnfleischerkrankungen praktisch schmerzfrei, sehr präzise und zumeist ganz ohne Antibiotika.“

Diese sanfte und effiziente Therapie nutze vor allem Patienten mit Rheuma, Arthritis, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Immunschwäche. „Gerade diese Risikogruppen möchten wir jetzt besonders schützen.“

Brauche ich eine Fissurenversiegelung?

Fissurenversiegelung

Viele Menschen finden Grübchen „niedlich“. Und fast jeder denkt nur an lustige Wangen- oder Kinngrübchen. Unsere Zahnärzte wissen allerdings, dass auch Zähne klitzekleine Grübchen haben können. Die sind gar nicht so niedlich. Sie sind nämlich fast unsichtbar und können doch ziemliche Probleme auslösen.

Kleine Grübchen und größere Spalten auf den Zähnen sind die Stellen, an denen sich Süßkram und Speisereste regelrecht „festkrallen“ können.
Wenn das immer wieder passiert, leidet nach und nach der Zahnschmelz an diesen Stellen und Karies kann entstehen. Denn leider ist es so, dass der Zahnschmelz bei Kindern noch nicht so hart und widerstandsfähig ist wie bei den Erwachsenen.

Fleißiges Zähneputzen und unsere regelmäßige Individualprophylaxe sorgen dafür, dass Kinderzähne trotzdem gesund bleiben können.

Außerdem kümmern sich Forscher auf der ganzen Welt um den Schutz von Kinderzähnen. Wenn unsere Zahnärzte und Prophylaxespezialistinnen denken, dass Zähne mehr Schutz benötigen, werden sie möglicherweise eine Versiegelung der kleinen Grübchen und größeren „Fissuren“ vorschlagen. Durch diese Versiegelung können sich Speisereste nicht mehr in den Vertiefungen Deiner Zähne festhalten. Bei Backenzähnen unterstützt auch die Krankenkasse die Versiegelung.

Die kompletten Zähne lassen sich allerdings nicht versiegeln! Kinder und Erwachsene müssen also weiterhin auch selbst dafür sorgen, dass Zähne blitzblank geputzt sind und Kariesbakterien keine Chance haben …

Aus unserem Team

Sabrina Pedljic

Von einem besonderen Talent profitiert unsere neue Prophylaxeassistentin Sabrina Pedljic:
Als Linkshänderin kann sie beidhändig behandeln. „So habe ich immer den richtigen Winkel und kann meine Patienten sehr viel schonendener behandeln. Und natürlich ermüde ich nicht so schnell, weil ich ja beide Hände gleichmäßig einsetzen kann.“
Sie behandelt ganz besonders gerne Kinder und schult sie im Umgang mit Zahnbürste und Zahnseide. Über ihre fröhliche und geduldige Art freuen sich auch die Erwachsenen bei der Prophylaxe. Auch das Bleaching empfindet sie als spannende Aufgabe: „Es ist schön zu sehen, wenn sich Patienten mit dem Resultat so richtig wohl fühlen.“
Zuvor war sie in großen Praxen in München und Düsseldorf tätig. „Das war teilweise ganz schön wuselig. Hier freue ich mich über den viel kürzeren Arbeitsweg und das persönlichere Arbeiten.“
Wenn es ihre Zeit erlaubt, unterstützt sie ihre Mutter als freiberufliche Seniorenbegleiterin oder geht ins Fitnessstudio – den Rücken stärken.

Was bitte sind „Kreidezähne“?

30 Prozent der Zwölfjährigen haben eine Mineralisationsstörung des Zahnschmelzes (MIH).
Plastik-Spielzeug und Kinder-Quetschies in Plastik-Verpackungen stehen im Verdacht, die sogenannten „Kreidezähne“ zu verursachen.
„Kreidezähne“ bei Kindern und Jugendlichen sind ein junges Phänomen. Betroffen sind manchmal Milchzähne, vor allem aber die bleibenden Zähne. Sie sind gelb und braun verfärbt, weich und porös. Noch sind die Ursachen nicht eindeutig geklärt.
Die Erkrankung ist nicht erblich, sondern wird offensichtlich durch Umwelt und Ernährung ausgelöst. Dr. Helge Alfers betreut als Kinderzahnarzt in Mülheim betroffenen Familien. Er informiert zum Stand der Forschung: „Nach aktueller Forschungslage sind es Weichmacher, von denen ein Risiko ausgeht. Daher raten wir Eltern, Kunststoffe möglichst zu meiden. Das gilt für Spielzeug ebenso wie für Verpackungen.“
Besonders problematisch seien die sogenannten „Quetschies“: „Diese Nuckelbeutel mit Fruchtmus führen dazu, dass Kinder besonders lange Kontakt zur Kunststoffverpackung haben. Zudem schadet ein Übermaß von Fruchtsäure und -zucker den Zähnen.“
Eine Heilung gebe es derzeit nicht, und auch eine Therapie sei nur teilweise möglich. „Unsere Behandlung basiert auf regelmäßiger Prophylaxe für Kinder, meist mit Fluoridlack. Ergänzen können wir diese Therapie um eine Fissurenversiegelung. Später werden häufig Füllungen und Kronen notwendig.“

Verstärkung für die Prophylaxe

Zenja Jusic ergänzt unser großartiges Prophylaxe-Team.
Zenja Jusic ergänzt unser großartiges Prophylaxe-Team. Die gebürtige Kroatin ist Zahnarzthelferin und Fachärztin für Gesundheits- und Sozialwesen. „Ich habe lange Zeit in einer kleineren Praxis gearbeitet und konnte das Wissen aus meinen zahlreichen Fortbildungen nur teilweise nutzen“, berichtet sie, „hier kann ich von der individuellen Kinderprophylaxe bis zur komplexen Parodontalbehandlung arbeiten und es sehr genießen“. In ihrer Freizeit liest sie gerne. Um ihre Arbeit auszugleichen, spielt sie auch Tennis, geht Skifahren, ins Fitnessstudio oder zum Yoga.

1:1-Betreuung stärkt die Zahngesundheit


In der Praxisklinik besteht das Team nun aus acht Zahnärzten und acht Prophylaxe-Spezialistinnen. „Dieses 1:1-Konzept ermöglicht es, dass Vorsorgetermin und Prophylaxe optimal kombiniert werden können“, so Drs. Raymond Metz. Ihm sind die bestmögliche Verknüpfung von Kontrolle, Therapie und Prophylaxe schon lange ein zentrales Anliegen. „Die Patienten profitieren dabei von reibungslos ineinandergreifenden Abläufen.“

Die ausgewogene Personalstruktur gebe darüber hinaus Gelegenheit, die Patienten intensiver zu betreuen. „Während im Gespräch mit dem Zahnarzt meist akute Fragen im Vordergrund stehen, beantworten unsere Prophylaxe-Spezialistinnen Fragen zur Zahngesundheit und Zahnpflege“, so Dr. Michael Heller. „Ihre Aufgabe ist es auch, richtige Putztechniken zu vermitteln oder auf kleine ‚Schwachstellen‘ hinzuweisen.“

Selbst Patienten, die ungern zum Zahnarzt gehen, könnten sich im separaten Prophylaxebereich deutlich besser entspannen. Auch Kinder und Jugendliche mögen die fröhlichen Behandlungsräume im Erdgeschoss – bei ihnen übernimmt sogar die gesetzliche Krankenversicherung die regelmäßige Individual-Prophylaxe und „Putzschule“.
Mehr Zeit, weniger Stress, bessere Zahngesundheit – Resultate, die dank der 1:1-Betreuung noch besser gelingen können.

Tag der Zahngesundheit räumt auf

Am Sonntag, 25. September 2016 heißt es beim Tag der Zahngesundheit: „Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen!“
Dabei geht es um das Aufräumen mit Omas Weisheiten wie „Ein Apfel ersetzt die Zahnbürste“ oder „Jedes Kind kostet einen Zahn“. „Mythen zu den Zähnen halten sich leider zäh“, weiß Dr. Michael Heller. „Wenn die Patienten zu uns kommen, können wir aufklären und Tipps zum sinnvollen Verhalten geben – doch leider warten viele Patienten zu lange, bis sie zum Zahnarzt gehen.“

Zu den wichtigsten Fakten gehört nach Einschätzung von Dr. Helge Alfers, dass Prophylaxe erwiesenermaßen wirkt: „Regelmäßige Kontrollen, eine gute Zahnpflege zuhause und die Unterstützung von speziell ausgebildeten Prophylaxe-Spezialistinnen sorgen dafür, dass Kinder mit kariesfreien Zähnen großwerden können. Und auch bei Erwachsenen erreichen wir, dass Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund bleiben können.“

Das gelte natürlich auch für die Schwangerschaft: „Um ihre Zähne brauchen sich werdende Mütter heute bestimmt nicht mehr zu sorgen“, freut sich Drs. Raymond Metz.

Abbildung: Verein für Zahnhygiene e.V.