Abszess im Mund: Entzündungsärger an heißen Tagen

Abszess im Mund: Entzündungsärger an heißen Tagen

Vor der Fahrt in den Urlaub ist für viele der Urlaubs-Check des Autos so selbstverständlich wie das Kofferpacken. Schließlich möchte niemand auf dem Weg ins Ferienparadies auf der Autobahn stranden. Genauso können einem aber Zahnschmerzen schöne Sommertage oder gar die wertvollsten Wochen des Jahres gründlich verleiden.
„Das Risiko, Zahnprobleme zu bekommen ist im Sommer deutlich höher“, weiß Dr. Michael Heller. „Wir haben schon immer festgestellt, dass in den heißen Monaten mehr Patienten mit Abszessen im Mund zu uns kommen.“. Schwülheißes Wetter gilt unter Zahnärzten deshalb als Abszess-Wetter.

Auch andere Fachärzte kennen den Zusammenhang. Eine Studie des Rhode Island Hospital in den USA hat Abszesse untersucht und Beweise gefunden. So gehen die Forscher davon aus, dass hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sowie vermehrtes Schwitzen das Wachstum des Bakteriums Staphylococcus aureus begünstigt. Und dieses ist in fast allen Fällen der Auslöser für Abszesse – auf der Haut und eben auch im Mund.

Die gute Nachricht: Ein Abszess lässt sich meist gut behandeln und die Schmerzen klingen schnell ab. Was vielen Patienten dabei nicht gefällt: Die Einnahme von Antibiotika lässt sich praktisch nicht vermeiden. Dafür ist die Mundregion einfach zu stark durchblutet, so dass die Bakterien auch andere Bereiche im Körper schädigen könnten.
Abszess im Mund: Entzündung hat vielfältige Ursachen

„Versteckte Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischtaschen führen oft zur Bildung eines schmerzhaften Abszesses“, weiß Dr. Raymond Metz. Nur die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt kann hier vorbeugen. Denn eine Zahnfleischentzündung verläuft zunächst oft unbemerkt, bevor sie chronisch wird und ernste Folgen haben kann. „Wir setzen deshalb in unserer Praxis auf einen schmerzfreien und sicheren Frühtest, um Entzündungen schon im Frühstadium lokalisieren und behandeln zu können“, erklärt Dr. Helge Alfers. „Für einen gelungenen Urlaub empfehlen wir deshalb einen Urlaubs-Check für die Zähne“, so die Zahnärzte. „Das gilt natürlich vor allem bei längeren Reisen oder einem Urlaub in Gebieten, in denen die zahnärztliche Versorgung nicht sichergestellt ist.“

Abszess im Mund: Vorbeugung ist machbar

Ohnehin ist die Zeit vor dem Urlaub ein guter Zeitpunkt, um seine Zähne auf Vordermann bringen zu lassen. Mit einer professionellen Zahnreinigung lassen sich Beläge entfernen, von denen eine schmerzhafte Entzündung aufgehen könnte. Zugleich lassen sich beispielsweise Verfärbungen auf sanfte und schonende Weise entfernen, um das strahlende Weiß wieder zum Vorschein zu bringen. „Optische Makel wie Lücken oder abgebrochene Zähne und starke Verfärbungen können wir zudem völlig schmerzfrei ohne Bohren und Schleifen beseitigen.“
So vieles war so lange nicht möglich – doch auf sich Acht geben und vorsorgen, das ging immer. „Zum Glück haben unsere Patienten verinnerlicht, dass sie sich mit jeder Vorsorgeuntersuchung und jedem Prophylaxetermin etwas Gutes tun“, freut sich Drs. Raymond Metz.

„Wir wissen aus aktuellen Erhebungen, dass viele Patienten im letzten Jahr nicht zum Zahnarzt gegangen sind“, ergänzt Dr. Michael Heller. „Bei uns waren das erfreulicherweise nur knapp fünf Prozent.“

Diese Patienten träfe es jetzt doppelt: „Oft haben sich bestehende Zahnfleischerkrankungen verschlimmert, so dass Zähne nicht mehr zu retten sind. Und durch den fehlenden Stempel im Vorsorgeheft fällt womöglich der Zuschuss der Krankenkasse geringer aus.“ Allerdings lohne es sich, diesen Aspekt mit der Krankenkasse zu besprechen: „Wenn nur ein Stempel in zehn Jahren fehlt ist denkbar, dass sich die Krankenkasse kulant zeigt“, weiß Dr. Helge Alfers.

Während andere Praxen verschobene Termine abarbeiten, stellen die Zahnärzte der Praxisklinik eine andere Tendenz fest: „Ästhetische Maßnahmen sind sehr gefragt. Eigentlich logisch: Schließlich waren wir 15 Monate lang fast nur zu Hause oder haben Maske getragen.“

Die Nachfrage nach professioneller Zahnreinigung, Bleaching und Zahnersatz sei erfreulich: „Wer etwas für die Zahnästhetik tut, hat zugleich positive Effekte für die Mundgesundheit.“


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