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Antibiotika: Was sich ändern muss. Was machbar ist.

Bis heute kann die Menschheit Paul Ehrlich, Alexander Fleming und den anderen „Vätern“ der Antibiotika für ihre Forschungsarbeit dankbar sein.
„Heute beschäftigen uns jedoch weniger Berichte über Therapien, sondern Nachrichten über resistente Erreger“, bedauert Dr. Michael Heller. „Leider tragen auch die deutschen Zahnärzte zum Problem bei: Sie verschreiben fast zehn Prozent der Antibiotika, obwohl einige der Präparate wegen riskanter Nebenwirkungen in der Kritik stehen. Sie verzichten häufig auf die Bestimmung des Erregers und therapieren dadurch unpassend. Sie wissen oft zu wenig über Resistenzen und kümmern sich nicht um alternative Behandlungsmethoden.“ Die Zahnärzte der Praxisklinik setzen sich daher für Zahnfleischbehandlungen ohne Antibiotika ein: „In vielen Fällen gelingt uns das auch. Wir sind heute in der Lage, eine Parodontitis so zu behandeln, dass kaum noch Erreger im Mund verbleiben. Dadurch kann wieder ein gesundes Gleichgewicht entstehen, bei dem die ‚guten‘ Bakterien die gefährlichen Erreger in Schach halten“, erläutert Dr. Helge Alfers. Notwendig seien eine exakte Diagnose, die gezielte Behandlung mit der antimikrobiellen photodynamischen Therapie und eine individuell abgestimmte Nachsorge: „Wir wissen, dass wir damit dem Teufelskreis aus Parodontitis und Antibiotika eine sanfte, erfolgreiche Therapie entgegensetzen können.“

Parodontitis: Nur nicht lockerlassen!

2015-02-20_AlfersDie Paro­don­­ti­tis gehört zu den un­ter­schätzten Krank­heiten: „Oft dauert es lan­ge, bis eine Pa­ro­don­ti­tis rich­tig behandelt wird. Und viele Pa­tienten hoffen im­mer noch, dass eine ein­ma­li­ge Behandlung ge­nügt, um die Er­kran­kung aus­­zu­­ku­rie­ren“, weiß Dr. Helge Alfers.
Die Praxisklinik nutzt sanfte, aber effiziente Therapien: „Zuerst stellen wir mit dem aMMP-8-Test ein­deutig fest, ob die Entzündung schon zu einem Knochenabbau führt“, so Dr. Michael Heller. Die nachfolgende Behandlung geht „in die Tiefe“ und entfernt Beläge und Bakterien in den Zahn­fleischtaschen. „Das muss heute nicht mehr als Kürettage mit Antibiotikagabe geschehen. Wir setzen die sanfte photodynamische (Laser-)Therapie ein, die auch schlecht zugängliche Stel­len im Mund zuverlässig erreicht. So entsteht wieder ein gesundes Gleichgewicht.“ Wichtig: „Der Be­hand­lungs­­­erfolg hält nur an, wenn Patienten mit gu­ter Mund­hy­gie­ne und re­gel­mäßi­ger Er­hal­tungs­therapie dran­bleiben!“ Dranbleiben lohnt sich doppelt: „Als zusätzliche Mo­ti­vation verlängern wir bei regelmäßiger Pro­phy­laxe die Garantie auf Zahn­ersatz aus unserem Labor.“

Parodontitis

Zahnfleischbehandlung

Gesundes Zahnfleisch ist ästhetisch und gehört untrennbar zu einer umfassenden Mundgesundheit. Die Kombination von schönen Zähnen und gesundem Zahnfleisch lässt Ihr Gesicht in einem perfekten Lächeln erstrahlen.

Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa, nicht geschwollen und blutet nicht beim Zähneputzen.

Eine Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis) macht sich durch dunkelrot verfärbtes Zahnfleisch, das bei Berührung oder beim Zähneputzen blutet, bemerkbar. Oft ist Mundgeruch ein weiteres Symptom.

Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zur Zahnlockerung und zum Zahnausfall.

Da diese Erkrankung in den meisten Fällen nahezu schmerzfrei ist, sollten Sie sich vorsorglich einer regelmäßigen und sorgfältigen Kontrolle unterziehen. Je früher eine Parodontitis behandelt wird, desto besser ist deren Heilungsprognose.

Zahnfleisch-Behandlungen werden in unserem Hause nach modernen, wissenschaftlich anerkannten Methoden in lokaler Betäubung durchgeführt. Eine solche Behandlung ist in der Regel vollkommen schmerzfrei.

Noch schonender ist die Behandlung der antimikrobiellen photodynamischen Therapie

Bei der antimikrobiellen photodynamischen Therapie wird Laserlicht zur Bekämpfung der Bakterien bei Zahnfleischerkrankungen eingesetzt. Deshalb ist diese Behandlungsmethode besonders schonend.

Um Beläge zu entfernen und Bakterien zu reduzieren, werden Zahnfleisch- und Knochentaschen professionell gereinigt. Anschließend wird eine blaue Farblösung, der so genannte „Photosensitizer“, in die Zahnfleisch- und Knochentaschen appliziert. Seine Farbstoffmoleküle heften sich an die Bakterienmembran und machen so die schädlichen Bakterien sichtbar. Der Farbstoff reagiert auf das Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge. Durch die Belichtung mit dem Softlazer bildet sich aktiver Sauerstoff, der die Bakterienmembran schädigt und so die Bakterien zerstört.

Die antimikrobielle photodynamische Therapie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei. Auch die Blaufärbung der Zähne und des Weichgewebes durch den Photosensitizer ist harmlos und verschwindet nach einigen Stunden von selbst. Zudem ist die Behandlung mit Laserlicht einfach und geht schnell. Mir diesem modernen Behandlungsverfahren kann in vielen Fällen auf den Einsatz von Antibiotika oder chirurgische Maßnahmen verzichtet werden. Die Wirkung der antimikrobiellen photodynamischen Therapie ist wissenschaftlich bewiesen.

Unser Praxisteam ist in der Durchführung dieser Therapie speziell ausgebildet.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns.